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Geschichte
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Die Meister und Studierenden des 1919 in Weimar gegründeten Bauhauses setzten sich zum
Ziel,die Trennung von Kunst und Produktion in einem Zurück zum Handwerk als Grundlage
allen künstlerischen Schaffens aufzuheben und durch vorbildliche Gestaltungen
Gegenstände und Räume für eine künftige humanere Gesellschaft zu schaffen.
Unter seinem Gründer und ersten Direktor Walter Gropius (1883-1969) vollzog das Bauhaus
1923 in einem inneren Klärungsprozess eine Hinwendung zur Industrie. Die 1923 unter dem
neuen Leitgedanken "Kunst und Technik - eine neue Einheit" eröffnete Ausstellung
präsentierte das gesamte Spektrum der Bauhausarbeit. Mit dem Haus Am Horn konnte man
eine Vorstellung von einem Wohnhaus der Zukunft bekommen.

Auf Drängen konservativer Kreise wurden 1924 die Mittel für das Bauhaus so drastisch
gekürzt, dass es sich einen neuen Wirkungsort suchen musste. Mit der Übersiedlung nach
Dessau, in einer Phase wirtschaftlichen Aufschwungs, wurde das Bauhaus zur kommunal
getragenen Hochschule für Gestaltung. Fast alle Meister vollzogen den Wechsel nach
Dessau. Ehemalige Studierende übernahmen als Jungmeister die Leitung von Werkstätten.
Von 1926 bis 1932 entstanden in Dessau berühmte Werke der Kunst und Architektur sowie
einflussreiche Designentwürfe.

Von den ständigen Kämpfen um das Weiterbestehen des Bauhauses gezeichnet, trat Walter
Gropius am 1. April 1928 von seiner Funktion als Direktor zurück. Sein Nachfolger wurde der
Schweizer Architekt Hannes Meyer (1889-1954). Seine Arbeit zielte auf eine
"harmonische Ausgestaltung der Gesellschaft”. Durch die Ausrichtung auf die
kostensparende industrielle Massenproduktion sollten Produkte für breite
Bevölkerungsschichten erschwinglich werden. Trotz seiner Erfolge wurde in der
zugespitzten innenpolitischen Lage ab 1929 die marxistische Orientierung Hannes Meyers
für die Stadtväter zum Problem, ihm wurde 1930 gekündigt.

Unter Ludwig Mies van der Rohe (1886-1969) entwickelte sich das Bauhaus ab 1930 zu
einer Art Technische Hochschule für Architektur mit zuarbeitenden Kunst- und
Werkstattabteilungen. Nach dem Wahlsieg der Nationalsozialisten wurde das Bauhaus im
September 1932 aus Dessau vertrieben. In Berlin, wohin die Schule übersiedelte, verblieb
ihr nur noch eine kurze Zeit des Neubeginns. 1933 erfolgte unter dem Druck der
Nationalsozialisten die Selbstauflösung des Bauhauses.

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